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Lexikon
Das Taucher Lexikon
Unser Lexikon zum Thema Tauchen soll Euch die wichtigsten Begriffe
des Tauchsports näher erlätern. Das ideale Nachschlagewerk!
Unser Wissen vom Tauchen fü Taucher!
Barotrauma
Das Wort ist zusammengesetzt aus den griechischen Worten trauma=die Wunde/Verletzung und baros=die Schwere, das Gewicht. Der Begriff beinhaltet eine organ- bzw. gewebetypische Verletzung von lufthaltigen, starrwandigen und mehr oder minder flexiblen Körperhöhlen durch eine fehlende oder unzureichende Belüftung bei Änderung des Umgebungsdrucks und einen dadurch entstehenden Unterschied zwischen Innen- und Außendruck. Es sind Druckschädigung in oder an Hohlräumen. Druckdifferenzen in starren Hohlräümen erzeugen bereits ab 70cm Wassertiefe eine Blutansammlung in dem betroffenen Gewebebezirk mit Blutaustritt aus den Gefäßen und starkem Schmerz. Entsprechend des -> Boyle-Mariott`sches Gesetzes sind die Volumenänderungen von Gasen in geringen Tiefen am größten. Das bedeutet: Im Flachbereich ist die Gefahr eines Barotraumas stärker als in großen Tiefen.
Mögliche Barotraumen: - ->Lungenriss (Überdruckbarotrauma) durch fehlende Ausatmung beim Aufstieg -Trommelfellriss/Innenohrbarotrauma durch fehlenden oder zu späten, erzwungenen ->Druckausgleich - Zahnbarotrauma
Boyle-Mariotte
Franz. Physiker stellte das für uns so wichtige Gesetz auf:
Bei gleichbleibender Temperatur steht für eine gegebene Gasmenge der Druck im umgekehrten Verhältnis zum Volumen.
V x P = const Beispiel: V = 10 l P = 1 bar entspricht als Produkt 10 barl (barliter) V = 5l P = 2 bar Produkt 10 barl
In der Praxis: Wir befinden uns in einer Tiefe von 10 m (2 bar) und haben gut eingeatmet mit ca. 5 l x 2 bar = 10 barl (konstant)
An der Oberfläche wäre das eindeutig zuviel für unsere Lunge, sie würde reißen. 10 l x 1 bar = 10barl
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